MdL Heiko Sippel: Land unterstützt Schulbau – Zuschüsse für Schulen im Landkreis

Das Land Rheinland-Pfalz hat über die Mittel für das Schulbauprogramm 2013 entschieden. Demnach konnten zwei Anträge von Alzeyer Schulen positiv beschieden werden, so der Landtagsabgeordnete Heino Sippel (SPD) in einer Pressemitteilung.

Für den Umbau der St. Marienschule in Alzey erhält der freie Träger, das Bistum Mainz, in diesem Jahr einen Zuschuss in Höhe von 140.850 Euro. Dem Landkreis Alzey-Worms werden weitere 200.000 Euro für den erfolgten Bau des Ganztagsschulgebäudes mit Mensa im Bereich des Gymnasiums am Römerkastell und des Elisabeth-Langgässer-Gymnasiums zuerkannt.

 

„Guter Unterricht erfordert eine angenehme Lernatmosphäre. Die Mittel für den Schulbau leisten eine hervorragende Unterstützung bei der Verbesserung der schulischen Infrastruktur. Insbesondere der Ausbau der Ganztagsschulen ist dabei von besonderer Bedeutung“, stellt Heiko Sippel fest.  „Im Landkreis Alzey-Worms wurden in den zurückliegenden Jahren große Summen in den Schulbau investiert. Eine lohnende Investition!“.

 

Von der Gesamtsumme würden in den nächsten Tagen Gelder in Form von Bewilligungen bereitgestellt, weitere Schulträger können zudem nach Abschluss der baufachlichen Prüfung neuer Projekte mit einer Förderung rechnen, so zum Beispiel die Verbandsgemeinde Wörrstadt für die Baumaßnahmen an der Grundschule Saulheim.

Zuschuss für Sportanlagen – Land hilft Sportvereinen

Im Rahmen des „Sonderförderprogramms zur Förderung von kleinen Baumaßnahmen der Sportvereine“ unterstützt die Landesregierung in diesem Jahr über 140 Investitionsmaßnahmen von vereinseigenen Sportstätten mit insgesamt 2,2 Millionen Euro.

Davon profitiert auch der Sportverein Bechtolsheim mit einem Zuschuss in Höhe von 16.250.- Euro für die Sanierung der Sportanlagen, wie der Landtagsabgeordnete Heiko Sippel (SPD) auf seine Nachfrage von Sportminister Roger Lewentz erfahren hat. Etwa die Hälfte der rheinland-pfälzischen Sportvereine unterhält eigene oder langfristig gepachtete Sportanlagen. Mit diesem Sonderprogramm leistet das Land einen wichtigen Beitrag zum Erhalt und Ausbau dieser Sportstätten.

SPD-Fraktion besucht Kommunalen Windpark Wachenheim – Ab September sollen Windräder Strom liefern

Ab September dieses Jahres sollen die fünf Windräder im kommunalen Windpark Wachenheim Strom für die Region liefern und Einnahmen in die Kassen der beteiligten sieben Ortsgemeinden der Verbandsgemeinde Monsheim spülen. Bei einem Besuch vor Ort informierte der Bürgermeister der VG, Ralph Bothe, jetzt die Mitglieder der SPD-Kreistagsfraktion über den aktuellen Stand des Großprojektes.

Auf dem Kahlenberg südlich von Wachenheim wachsen die Betontürme der Anlagen bereits deutlich sichtbar in die Höhe. Zurzeit werden die letzten Türme, die am Ende eine Nabenhöhe von 143 aufweisen werden, der Firma REpower errichtet, bevor dann die technischen Installationen eingebaut und die eigentlichen Rotorblätter installiert werden können. Von den Anlagen soll der Strom dann zur geplanten Übergabestation am Friedhofsparkplatz in Wachenheim geleitet werden. Das Windpark-Projekt sei landesweit eines der ersten, das komplett von der Projektierung über die Finanzierung, die Umsetzung bis hin zum Betrieb vollständig in kommunaler Eigenregie umfasse.

 

„Jede einzelne Anlage hat eine Nennleistung von 3,2 Megawatt“, informierte Bothe. Im Windpark Wachenheim solle nach Inbetriebnahme dann eine Energiemenge erzeugt werden, die bilanziell für die Versorgung aller Haushalte und Betriebe in der VG Monsheim ausreichen würde. Im Zuge der Maßnahme wurden 45.000 Tonnen an Schotter bewegt und rund fünf Kilometer an Wirtschaftswegen ausgebaut. Betreiber des Windparks ist die eigens hierfür gegründete gemeindeeigene Anstalt des öffentlichen Rechts (AöR) „Energieprojekte Monsheim“. Investiert habe man hier insgesamt 25 Millionen Euro, was laut Bothe im Vergleich zum Erwerb  fertiger Anlagen  eine Einsparung in erheblicher Höhe bedeute. Den Erlös aus der Stromeinspeisung komme dann wiederum den Kassen der Ortsgemeinden und der VG Monsheim zugute.

 

„Ein solches Vorzeige-Projekt könnte für andere Kreise und Städte sicherlich als Blaupause dienen“, erklärte Heiko Sippel, stellvertretender Vorsitzender der SPD-Kreistagsfraktion. Es integriere sich dabei sehr gut in die Bemühungen des Landkreises, den gesamten Strombedarf im Kreis Alzey-Worms kurzfristig zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien zu decken. Langfristiges Ziel bleibe, durch die deutlich verstärkte Nutzung erneuerbarer Energien und in Verbindung mit Energieeffizienz sowie Energieeinsparung die Treibhausgasemissionen bilanziell auf ‚Null‘ zurückzuführen. Auf diesem Wege sei im Kreis Alzey-Worms bereits viel geschehen wie beispielsweise durch unterschiedlichste Angebote der Energieberatung oder auch durch die jüngste Erstellung eines Klimaschutzkonzeptes für die gesamte Region.

 

Bild: © Privat / Über den Fortgang der Bauarbeiten im Windpark Wachenheim informierten sich die Mitglieder der SPD-Kreistagsfraktion mit Landrat Ernst Walter Görisch bei Verbandsbürgermeister Ralph Bothe.

MdL Sippel lädt zur Bürgerfahrt ein – Juwi und Landtag

Der Landtagsabgeordnete Heiko Sippel (SPD) lädt interessierte Bürgerinnen und Bürger zu einer Informationsfahrt in den Landtag ein. Am Mittwoch, dem 03. Juli besteht die Möglichkeit, die Arbeit des Landtages kennen zu lernen und an einer Plenarsitzung teilzunehmen. Los geht es um 9.45 Uhr ab Alzey. Auf der Fahrt nach Mainz gibt es einen Zwischenstopp bei der Fa. Juwi in Wörrstadt.

 

Nach einem Vortrag über erneuerbare Energien wird der Solarpark besichtigt. Im Mainzer Landtag erwartet die Besucherinnen und Besucher ein Film über die Entstehung des Landes und die Aufgaben des Landesparlaments, die im anschließenden Gespräch mit Heiko Sippel vertieft werden können. Von der Besuchertribüne aus kann anschließend an einer Sitzung des Landtages teilgenommen werden.

Die Bevölkerung ist herzlich eingeladen. Anmeldungen bitte an das Wahlkreisbüro in Alzey, Tel. 06731/498150 oder per E-Mail an mdl.sippel@t-online.de

Bild: © Marta Thor

 

Empfang zu Ehren des 70. Geburtstags von Walter Zuber – Ein „großer Sohn Alzeys“ feiert Geburtstag

Aus Anlass des 70. Geburtstags des früheren Alzeyer Bürgermeisters und rheinland-pfälzischen Innenministers Walter Zuber (SPD) hatten der SPD-Kreisverband Alzey-Worms und der SPD-Ortsverein Alzey zu einem Empfang in der Kreisverwaltung geladen. „Kein offizieller Empfang, sondern ein fröhliches Treffen unter Freunden“ sollte es werden, so der Alzeyer SPD-Vorsitzende Heiko Sippel, der Zuber 2009 im Amt des Landtagsabgeordneten nachfolgte. „Du hast mit Deinem Lebenswerk maßgebliche Akzente von unschätzbarem Wert für das Land, den Landkreis, die Stadt und für zahlreiche Organisationen gesetzt. Dafür gebührt Dir unser Dank und den größten Respekt“, gratulierte Sippel. Vielen im rheinland-pfälzischen Landtag sei sein Name heute noch ein Begriff, auch wenn Zuber 2005 aus gesundheitlichen Gründen vorzeitig aus dem Amt des Innenministers und Ende 2008 als Abgeordneter ausscheiden musste.

„Unvergessen, Dein Engagement für Ruanda. Du warst der erste ausländische Politiker, der das Land nach dem schrecklichen Genozid betreten hatte und den Menschen die Hand gereicht hat,“ erinnerte Sippel. Unter Walter Zuber habe die SPD eine Blütezeit erlebt und die Gesellschaft maßgeblich verändert. Zufälligerweise fiel mit dem Geburtstag auch die 50-jährige Mitgliedschaft Zubers zusammen. Zuber wurde mit der goldenen Ehrennadel des Ortsvereins und der Willy-Brandt-Medaille für herausragende Leistungen geehrt.

 

„Die Hälfte der 40 000 Sozialdemokraten in Rheinland-Pfalz kennst du persönlich, Walter“, sagte der Landesvorsitzende der SPD Rheinland-Pfalz und amtierende Innenminister, Roger Lewentz, der eigens aus Zubers ehemaligem Amtszimmer nach Alzey gereist war, um die Leistungen seines Vorgängers zu honorieren. „Zu einer Zeit, in der sich alle von Ruanda abgewendet haben, bist du hin und hast in all dem Elend und Massaker als erster das Zeichen gegeben: Wir haben euch nicht vergessen“, so Lewentz. Noch heute pflegt Rheinland-Pfalz eine enge Partnerschaft zu Ruanda.

 

Auch die Polizei und die Hilfsorganisationen sprechen mit Hochachtung von Walter Zuber, die von ihm angestoßene Polizeiorganisationsreform sei heute noch die Grundlage für die Sicherheit im Land. „Du warst ein Innenminister zum Anfassen“, sagte Lewentz. Er hob auch Zubers besonderen Einsatz in der Arbeiterwohlfahrt (AWO) hervor, deren Bezirksvorsitz er viele Jahre inne hatte. Nicht umsonst sei ihm 2005 das Bundesverdienstkreuz verliehen worden. „Nie habe ich dich verletzend erlebt im Plenum. Du hattest immer Respekt und Achtung vor der Meinung anderer. Dem Land hat das gut getan“, fasste Lewentz zusammen.

 

Landrat Ernst Walter Görisch dankte Zuber für die jahrzehntelange freundschaftliche Zusammenarbeit und für dessen Verdienste um den Landkreis Alzey-Worms. Bereits 2005 wurde Zuber die Ehrenbürgerschaft der Stadt Alzey verliehen, erinnerte Bürgermeister Christoph Burkhard: „Der Antrag wurde damals von der CDU gestellt. Das zeigt, dass Sie über alle Parteien hinweg die größte Wertschätzung genießen.“ Damals schon habe Zuber gesagt, dass das Amt des Bürgermeisters von Alzey seine schönste Zeit war. Im neuen Stadtpark an der Hexenbleiche soll daher im Herbst dieses Jahres zu Ehren von Walter Zuber, „einem der größten Söhne Alzeys“, so Burkhard, eine Eiche gepflanzt werden. Die SPD-Kreisvorsitzende Kathrin Anklam-Trapp schloss in den Dank die Ehefrau und die Familie des Jubilars ein, die ihm zur Seite stünden. „Deine großen politischen Verdienste und Deine menschliche, soziale und bürgernahe Art sind außergewöhnlich.“

 

Walter Zuber freute sich über die musikalische Untermalung des KMV Alzey-Weinheim und dankte für die vielen Honorationen. „Nie hätte ich am Anfang meines Lebenswegs gedacht, dass ich einmal solche Ehrungen erfahren werde“, sagte er sichtlich gerührt. Er erinnerte sich an die schweren Anfänge als Sohn einer Arbeiterfamilie und mahnte die Jugend, ihre Chancen im freien Bildungssystem zu nutzen. „Gerne wäre ich in den 80er Jahren auch Landrat von Alzey-Worms geworden“, bedauerte er, jedoch sei es damals Praxis der Landesregierung gewesen, keine Ernennung im eigenen Kreis vorzunehmen. „Im Landkreis Bad Kreuznach durfte ich beweisen, dass ich der Aufgabe als Landrat durchaus gewachsen war.“ Stehende Ovationen rundeten den herzlichen Empfang ab, der mit einem rheinhessischen Büffet und guten Tropfen fortgesetzt wurde.

 

Bild: © mth / Hintere Reihe von links nach rechts: Ernst Walter Görisch, Heiko Sippel, Marcus Held, Kathrin Anklam-Trapp, Roger Lewentz.

MdL Heiko Sippel besucht mit Kirchenrat Dr. Posern soziale Einrichtungen in Alzey – Ehrenamtliches Engagement an jeder Ecke

Kirchenrat Dr. Thomas Posern, der Beauftragte der Evangelischen Kirchen im Land Rheinland-Pfalz, möchte sich mit eigenen Augen über die Arbeit der Gemeinden und von sozialen Einrichtungen in seinem Verwaltungsgebiet informieren. Aus diesem Grund besucht er nach und nach die Wahlkreise der Landtagsabgeordneten, nicht zuletzt auch um den Kontakt zwischen Kirche und Politik zu intensivieren.

 

Der Alzeyer Abgeordnete Heiko Sippel hatte sich für den Besuch des Kirchenrats zwei besonders herausragende Projekte herausgesucht, die für ein vielfältiges Engagement und Miteinander über die kirchlichen Organisationen hinaus stehen.

 

Bei der Alzeyer Tafel erwarteten Dr. Posern zunächst nüchterne Zahlen, die zum einen für den engagierten Einsatz der Ehrenamtlichen, zum anderen auch für die unerwartet stark in Anspruch genommene Hilfeleistung sprachen. „Wir hatten innerhalb des ersten Quartals schon bis zu 400 Karten ausgegeben“, erinnert sich Gerd Koenen, der früher ehrenamtlich die Tafel leitete, und heute noch immer sehr aktiv ist.

 

Den Anstoß zum Aufbau einer Tafel gab die Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen (ACK), woraufhin sich acht kirchliche Träger zusammentaten. „Wir haben anfangs mit 30-50 ‚Kunden’ gerechnet, niemals mit einem solchen Andrang“, so Stefan Brux, Vorsitzender der Alzeyer Tafel. Zwischen 300-350 Menschen decken sich pro Woche für einen symbolischen Euro bei der Tafel mit Lebensmitteln ein. „Nur ein Siebtel derer, die tatsächlich berechtigt wären herzukommen, nehmen diese Hilfe in Anspruch,“ sagt Koenen.

 

Dabei stoßen viele dieser Menschen schon an ihre Grenzen. Oft sei es ein Schamgefühl, das sie davon abhalte diesen Schritt zu gehen, berichtet Brux, andere dagegen sind sehr dankbar für diese Einrichtung. Nach ihrer Erfahrung seien es etwa 20 Prozent, die dauerhaft auf diese Hilfe angewiesen sei. Die meisten Tafel-Kunden sind froh, wenn sie diesen Weg nicht mehr gehen müssen, auch wenn es hin und wieder Rückschläge gibt. „Wir sind dankbar für die fast 100 ehrenamtlichen Helfer, die tagtäglich helfen der Armut entgegenzuwirken“, sagt Koenen.

 

Dem Kirchenrat gefiel es zu sehen, dass das Ehrenamt in Alzey so geschätzt werde, äußerte sich aber sinnierend über den moralischen Zwiespalt: „Das eine tun, das andere lassen. Wo ist hier die Grenze?“ Sippel fügte angesichts der erschreckenden Zahlen hinzu, dass es eigentlich Aufgabe des Sozialstaates sei für ein Existenzminimum zu sorgen, Menschen daher gar nicht erst gezwungen sein sollten auf Einrichtungen wie die Tafel zugreifen zu müssen: „Angesichts eines ausgeweiteten Niedriglohnsektors müssen wir heute politisch entgegensteuern, sonst kann es in wenigen Jahren zu massiver Armut kommen.“ Ein Angebot wie die Tafel sei, so Brux, nur ein gesellschaftliches Symptom seiner Zeit.

 

 

 

Bild: © Marta Thor

 

MdL Heiko Sippel und Bundestagskandidat Marcus Held besuchten die Rheinhessen-Werkstatt der Nieder-Ramstädter Diakonie in Wörrstadt – Selbstbestimmt Leben und Arbeiten

Der SPD-Bundestagskandidat Marcus Held und der Alzeyer Landtagsabgeordnete Heiko Sippel (SPD) haben Interesse an sozialen Einrichtungen in ihrem Wahlkreis und besuchten die Rheinhessen-Werkstatt der Nieder-Ramstädter Diakonie (NRD) in Wörrstadt. Die Werkstatt für Menschen mit Behinderung (WfbM) hält dort 110 Arbeitsplätze bereit, doch das war nicht immer so, erklärt Werkstattleitern Gerda Hiemeyer: „Die Werkstatt nahm vor vielen Jahren mit 12 Beschäftigten die Arbeit auf. Die Zahl der Beschäftigten stieg stetig an und machte schließlich einen Neubau nötig. Im Mai 2009 ist der Neubau in Wörrstadt endlich fertig geworden und die Zahlen der Beschäftigten weiter gewachsen.“

Die  NRD bietet eine große Bandbreite von Möglichkeiten, um Menschen mit geistiger und mehrfacher Behinderung ein individuell gestaltetes Leben, Arbeiten und Bildung zu ermöglichen. „Es gibt stationäre und ambulante Angebote. Es ist wichtig, für jeden die individuell passende Lösung zu finden“, so Gabriele Schneider, Leiterin der NRD-Region Rheinland-Pfalz. Dies erweckte auch das Interesse von Marcus Held, der durch andere Institutionen zum Auftrag der Bildungs-Inklusion ganz andere Aussagen gehört hatte. Schneider stellte fest, dass beide Wege, Inklusion in Regelschulen oder spezielle Förderschulen, ihre Berechtigung hätten. Entscheidend sei, was den individuellen Bedürfnissen des Kindes gerecht werden könne. Genauso sei es im Arbeitsbereich: Während für die Einen ein Arbeitsplatz in einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung passe, sei es für den Anderen der integrative Arbeitsplatz auf dem ersten Arbeitsmarkt.

 

Gabriele Schneider, bestätigte, dass der Förderungsabbau der ambulanten Dienste eine große Herausforderung darstelle:   Es ist schwer, unter diesen Bedingungen qualitativ gute Leistung mit Fachkräften zu erbringen“, monierte sie. Heiko Sippel sagte zu, die Thematik auf Landesebene anzusprechen, „denn ambulante Hilfen ergänzen das stationäre Angebot auf hervorragende Weise. Sie sind ein bedarfsgerechter Beitrag für ein selbstbestimmtes Leben“, so der Abgeordnete.

 

Die Geschichte der NRD geht auf ihre Gründung im Jahre 1898 und die Eröffnung des ersten Wohnheims der „Heil- und Pflegeanstalt“ in  Mühltal, Ortsteil Nieder-Ramstadt, zurück. 1932 wurde das Franz-Josef-Helfrich-Haus im rheinland-pfälzischen Jugenheim übernommen, das heute noch in modernisierter Form besteht. „Neben Wohnplätzen haben wir dort auch  10 Werkstattplätze in unserer Großküche,“ so Schneider. Mittlerweile setzt die NRD auf kleine Wohneinheiten, in denen die Bewohner in familienähnlichen Gruppen und mitten in normalen Wohngebieten leben. „Menschen mit Behinderung möchten so normal wie möglich leben“, sagt Schneider. Auch in Wörrstadt gibt es solche kleinen Wohngruppen.

 

In der Rheinhessen-Werkstatt erhalten die Beschäftigten eine Vorausbildung im Berufsbildungsbereich (BBB). Orientiert an Rahmenplänen von Großküche, Montagebereich, Verpackung und Landschaftsbau erhalten die Beschäftigten nach einer dreimonatigen Vorbereitungszeit im Wechsel von Theorie und Praxis mit Praktika in Betrieben über zwei Jahre eine Ausbildung. „Der Inklusionsgedanke ist immer präsent und wird auch gefördert,“ sagt Thomas Pröhl, Fachkraft für berufliche Integration. Im BBB erwerben die Beschäftigten Fachkenntnisse und werden in ihrem Sozialverhalten, ihrer Selbstständigkeit und ihrer persönlichen Entwicklung gefördert.

 

Bild: © M.Thor

Öffentlicher Landesparteirat tagt in Alzey – Mit neuem Schwung in den Wahlkampf

Um den Schwung nicht zu verlieren, verortet sich die SPD nahe bei den Menschen und tagt mit dem Landesparteirat öffentlich. In der Alzeyer Stadthalle fanden die Sozialdemokraten ein interessiertes Publikum von Genossinnen und Genossen, aber auch parteifremde Menschen vor, die der neuen Ministerpräsidentin Malu Dreyer zuhörten. „Dreyer ist noch keine 150 Tage im Amt, erfreut sich jedoch laut aktueller Umfragen äußerster Beliebtheit und Zustimmung“, informierte der Generalsekretär der SPD Rheinland-Pfalz, Jens Guth.

 

Dreyer sprach offen über ihren vorangehenden Besuch bei der BASF in Ludwigshafen, wo am Nachmittag der Aufsichtsratvorsitzende Eggert Voscherau mit großem politischen Aufgebot, u.a. von den Altkanzlern Helmut Schmidt und Gerhard Schröder, verabschiedet wurde. „Die Chemie ist für Rheinland-Pfalz der wichtigste Industriezweig“, betonte Dreyer, „dazu zählen Konzerne wie BASF, Böhringer-Ingelheim, aber auch viele andere mittelständische Unternehmen. Wir haben eine Verpflichtung gegenüber der Industrie, auf sie Acht zu geben, denn unsere Arbeitsplätze, und damit unser Wohlstand, hängen davon ab.“

 

Sozial gerecht und wirtschaftlich erfolgreich, das sind die Schlagworte für den Wahlkampf zur Bundestagswahl. Malu Dreyer steht voll hinter dem Personal der Partei: „Wir haben Leute, die Lust darauf haben zu regieren.“ Dem Kanzlerkandidaten Peer Steinbrück bescheinigte hohe fachliche Kompetenz.

 

Im Anschluss skizzierte der SPD-Landesvorsitzende Roger Lewentz die Infrastrukturpolitik der Landesregierung. „Infrastruktur bedeutet weit mehr als nur Straßen oder zwei Flughäfen,“ sagte er und zählte die zahlreichen infrastrukturellen Einrichtungen wie beispielsweise Bürgerhäuser, Feuerwachen, Sportplätze oder Hochwasserschutzanlagen auf. Der Erhalt der guten Infrastruktur sei eine große Herausforderung, die es zu meistern gelte. Aus aktuellem Anlass stellte Lewentz zufrieden fest: „Rheinland-Pfalz hat 900 Millionen in den Hochwasserschutz gesteckt, was sich nun auszahlt. Situationen wie 1988, 1993 und 1995 sind unvergessen, daher hat sich die Landesregierung für den Schutz der Menschen eingesetzt, auch wenn es sicherlich attraktivere Themen gegeben hätte.“

 

Der Bundestagsabgeordnete Gustav Herzog, Sprecher der SPD-Landesgruppe, hielt eine flammende Rede, in der er die offene Diskussion im Landesparteirat lobte, aber auch viel Kritik an der Bundeskanzlerin und ihrer Regierung übte. „Wir sind stolz auf unser gutes Programm, befinden uns aber in einem asymmetrischen Wahlkampf. Wir sprechen hier nicht von nicht eingehaltenen Wahlversprechen der amtierenden Bundesregierung, sondern von Wahlbetrug, wenn die Kanzlerin meint, die Wählerschaft mit Lippenbekenntnissen und Milliardenversprechen einlullen zu müssen.“

 

 

 

Bild: © Marta Thor