“So geht man mit Mitarbeiten nicht um” – MdB Held und MdL Sippel unterstützen Betriebsrat

Das Hochaus der Metro Group in Alzey. Hier sollen 93 Stellen abgebaut werden. Foto: sje/spd

Das Hochaus der Metro Group in Alzey. Hier sollen 93 Stellen abgebaut werden. Foto: sje/spd

Die angekündigte Schließung des Metro-Dienstleistngszentrums in Alzey wird auch von landes- und bundespolitischer Seite mit großer Betroffenheit und Unverständnis aufgenommen. Im Gespräch mit dem Betriebsrat sicherten Bundestagsabgeordneter Marcus Held und Landtagsabgeordneter Heiko Sippel (beide SPD) ihre Unterstützung zu. Bestürzt zeigten sich beide Politiker über die Art und Weise, wie der Konzern mit seinen Beschäftigten umgeht. “Aus Düsseldorf anreisen, die Schließung anzukündigen und kommentarlos wieder abzureisen, ist völlig inakzeptabel, zumal vor kurzer Zeit noch von einer Schaffung zusätzlicher Arbeitsplätze in Alzey gesprochen wurde”, so Held und Sippel. “So geht man mit den Mitarbeitern nicht um, die zum großen Teil über Jahrzehnte hinweg für das Unternehmen hervorragende Arbeit leisten”.

Held und Sippel kündigten ein Scheiben an den Metro-Konzernchef an, um darauf zu drängen, die Entscheidung zu überdenken und zu einem anständigen, offenen Umgang mit den Beschäftigten zu kommen. Die Verlagerung von Arbeitsplätzen ins Ausland sei gerade bei einem großen Handelskonzern, der auf die hiesige Kundschaft angewiesen ist, schwer nachzuvollziehen. Vielleicht komme es im Ausland zu vorübergehenden Kosteneinsparungen, die hohe Qualität der Arbeit und die Erfahrung am Standort Alzey sei allerdings nicht zu ersetzen. Die Schließungsabsicht sei daher sehr kurzsichtig und wirtschaftlich mehr als fragwürdig. Held und Sippel bestärkten den Betriebsrat in der Absicht, für den Erhalt der Arbeitsplätze und für die Rechte der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu kämpfen. “Wir werden die Entscheidung von Metro hier in der Region nicht stillschweigend hinnehmen.”

Am Gänsebrückelchen aktiv werden – SPD führt Bürgergespräch

Gänsebrückelchen Alzey Foto: privat/Steffen Jung

Gänsebrückelchen Alzey Foto: privat/Steffen Jung

Im Rahmen von „SPD vor Ort“ lud der SPD-Ortsverein Alzey Bürgerinnen und Bürger zu einem Bürgergespräch am Zugang zur Unterführung „Gänsebrückelchen“ in der Ebertstraße ein. SPD-Vorsitzender Heiko Sippel stellte dar, dass sich die SPD regelmäßig vor Ort über Probleme informiere und den Dialog mit Betroffenen suche. Bereits in der SPD-Zukunftswerkstatt vor der Kommunalwahl wurde der desolate Zustand der Unterführung thematisiert und die Verbesserung auch in den Koalitionsvertrag von SPD und FWG für die kommenden Jahre aufgenommen. „Nicht zuletzt auch aufgrund des kürzlich ereigneten Überfalls sehen wir dringenden Handlungsbedarf für kurzfristig realisierbare Verbesserungen“, unterstrich Sippel.

Die anwesenden Bürger zeigten sich dankbar, dass die Politik das Thema aufgreife und die Bürger ernst nehme. Man sei sich bewusst, dass eine große bauliche Lösung nicht kurzfristig zu realisieren sei. „Allerdings ist der jetzige Zustand absolut unbefriedigend und die Nutzung der Unterführung mit keinem guten Gefühl verbunden“, so die Aussage einer Nutzerin. Die Verbesserung des Sicherheitsgefühls beginne mit der Gestaltung des Umfeldes, führte Heiko Sippel aus, von daher werde man die Vorschläge der Bürger gerne an die Stadtverwaltung weiter leiten. So wurde angeregt, darüber nachzudenken, die Glascontainer zu versetzen, um die Sicht auf den Ein-/Ausgang Ebertstraße zu verbessern. Im oberen Bereich der Auf- und Abgänge sollte der Grasbewuchs kurz gehalten werden. Von mehreren Gesprächsteilnehmern wurde eine bessere Beleuchtung sowohl der Zugänge als auch der Unterführung selbst angemahnt. Auf die bestehenden Lichtmasten sollte eine intensivere LED-Beleuchtung angebracht werden, im Inneren der Unterführung ein durchgängiges Lichtband oder mehr Lichtquellen. Auch könnte die Videoüberwachung der Zugänge sowie robuste Spiegel in den Eingangsbereich die Sicherheit verbessern. Die Sauberkeit sollte durch regelmäßigere Reinigungsaktionen unbedingt verbessert werden. Das defekte Schutzgeländer in der Ernst-Ludwig-Straße müsse erneuert werden.

 

Einig zeigten sich die Vor-Ort-Besucher hinsichtlich darüber, dass der Standort für die Querungshilfe in diesem Bereich am Sinnvollsten sei, da die Fußgängerwege sich vor allem hier bündelten. Eine Verlagerung einige hundert Meter weiter nach Süden mache deshalb keinen Sinn. SPD-Vorstandsmitglied Wolfgang Dörrhöfer regte an, zu prüfen, ob in späteren Jahren eine barrierefreie, stufenlose Brücke, sog. „Schnecken-Rampe“, machbar sei. Diese wäre für alle Nutzerbelange ideal, allerdings auch mit hohen Kosten verbunden. Allen Teilnehmern war klar, dass diese Überlegung aufgrund der Finanzlage der Stadt und der vielen anstehenden Projekte so schnell aber nicht Realität werden könne. „Mit kleineren Verbesserungen wäre jedoch schon viel geholfen“, so das allgemeine Fazit.

Stadt Alzey erhält weiteren Zuschuss – Land fördert Freizeitgelände

Heiko_Sippel3

Stadtverbandsvorsitzender Heiko Sippel Foto: spd

Zum Jahresende kann sich die Stadt Alzey über einen weiteren Zuschuss des Landes Rheinland-Pfalz freuen, den Innenminister Roger Lewentz gerade bewilligt hat. Darauf verweist der Landtagsabgeordnete Heiko Sippel (SPD), der sich mit Lewentz in Verbindung gesetzt hatte, in einer Pressemitteilung. Aus dem Bund-Länder-Programm „Soziale Stadt – Investitionen im Quartier“ erhält die Volkerstadt zusätzlich 250.000 Euro für die Erweiterung des Freizeitgeländes Am Herdry im Alzeyer Westen. Neben der Neugestaltung des Robinson-Spielplatzes und der Erschließung eines interkulturellen Kleingartengeländes soll nunmehr ein Gelände für Jugendliche mit Sportangeboten entstehen, um sinnvolle Freizeitmöglichkeiten zu schaffen und die Integration zu fördern. Neben den Freizeiteinrichtungen soll auch ein Grillplatz in dem Gebiet entstehen.

Bereits vor vier Jahren wurde das Gebiet in das Programm „Sozial Stadt“ aufgenommen und bereits mit hohen Zuschüssen von Bund und Land bedacht. „Die Aufnahme in das Förderprogramm hat sich absolut gelohnt, nur so war es möglich, die Aufwertung des Spielplatzes, neue Kleingärten und künftig Flächen für Jugendliche zu schaffen“, stellt Heiko Sippel fest. Dabei wirke es sich aus, dass die Große Koalition in Berlin auf Betreiben der SPD die Fördermittel wieder erhöht habe, nachdem die Vorgängerregierung drastische Einschnitte vorgenommen habe.  „Am Herdry wird nach Fertigstellung ein einzigartiges Areal entstehen, schon der Spielplatz zeigt, dass sich die Investitionen lohnen“, stellt Heiko Sippel fest.